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Die Flotte 2026

Salondampfer ALEXANDRA

Die ALEXANDRA ist nicht nur mit der Geschichte Flensburgs eng verbunden, sondern auch darüber hinaus ein technik- und kulturgeschichtliches Denkmal besonderer Art:  Die 1908 gebaute „ALEX“, wie sie die Flensburger liebevoll nennen, ist eines der letzten seegehende Passagierdampfschiffe Deutschlands.

Sie hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Im 1. Weltkrieg wurde sie als Vorpostenboot eingesetzt, fuhr dann wieder Linie, überlebte den 2. Weltkrieg als Lotsendampfer und zuletzt Flüchtlings-Transporter. 1975 wurde sie wegen mangelnder Rentabilität außer Dienst gestellt und das Schiff verfiel zusehends.

Doch nun bildete sich zum Erhalt der ALEXANDRA eine Arbeitsgemeinschaft und später ein Verein. So konnte in den achtziger Jahren der Salondampfer wieder an Hafenfesten teilnehmen. Er wurde als Kulturdenkmal anerkannt und durch teils sehr aufwändige Reparaturarbeiten – dank der vielen freiwilligen Helfer und zum Glück fließender Fördermittel – bestens in Schuss gehalten. im Jahr 2016 erfolgte die letzte große Maßnahme mit dem Einbau eines neuen Kessels und Austausch etlicher Stahlplatten im Rumpf .

Weitere Informationen finden Sie hier www.dampfer-alexandra.de

Dampfschlepper Bjørn

Die S/S Bjørn wurde 1908 gebaut und 1909 an die Hafenbehörde von Randers übergeben, wo sie als Schlepper und Eisbrecher diente. Sie war bis 1981 im Einsatz, als der Dänische Veteranenschiffsclub, die Dänische Gesellschaft zur Erhaltung alter Schiffe, die S/S Bjørn für 72 Kronen (eine Krone pro aktivem Jahr) unter der Bedingung übernahm, dass das Schiff restauriert würde.

Die Restaurierung, die den ehemaligen Eisbrecher und Schlepper zu seinem Ursprung als kohlebefeuertes Dampfschiff zurückführen soll, wurde über fast drei Jahrzehnte von der „Bjørnegangen“ durchgeführt. Sie besteht aus mehreren Generationen ehemaliger Seeleute und Werftarbeiter, Schmieden, Schiffbauern, Taklern, Schiffsingenieuren,

Angetrieben wird das Schiff von einer stehenden Dreifach-Expansions-Dampfmaschine. Auch sämtliche Hilfsmaschinen, Speisepumpe, Generator, Winch etc. werden mit Dampf betrieben.
Mehr zum Schiff hier

 

Postdampfer SKJELSKØR

Der kleine Postdampfer wurde 1915 in Svendborg (Dänemark) gebaut. Bis 1962 fuhr er mit seiner 75 PS Dampmaschine fahrplanmäßig zwischen den Inseln Skælskør, Agersø und Omø hin und her, war also 47 Jahre im Dienst.

Dann wurde der kleine Dampfer zur Verschrottung nach Odense verkauft. Doch glücklicherweise konnte 1963 im letzten Moment durch die schnell gegründete „Foreningen til Gamle Skibes Bevarelse (Vereinigung zum Erhalt alter Schiffe)“ das Schiff vor dem Schneidbrenner gerettet werden.

Näheres dazu finden Sie auf Dänisch hier www.dampskib.dk

Auf Deutsch hat Hans-Erhard Henningsen in seinem Text über das Dampf Rundum detailliert ab Seite 24 geschrieben. Sie können das Buch hier downloaden

Dampfeisbrecher STETTIN

Die STETTIN ist das weltweit größte seegehende, mit Kohle befeuerte Dampfschiff.  Bis zu 1,5 Tonnen Kohle schaufeln die Heizer pro Stunde in die sechs Feuer.

In den Stettiner Oderwerken gebaut, wurde die STETTIN am 16. November 1933 als bis dahin größter Eisbrecher unter deutscher Flagge fertig gestellt.

Sie tat bis 1981 zuverlässig ihren Dienst und führte zahlreiche Einsätze auf der Unterelbe, dem Nord- Ostsee-Kanal und der Kieler Förde durch. Angetrieben wird sie von einer Dreifach – Dampf – Expansionsmaschine mit nahezu 2000 PS. So konnte bei langsamer Fahrt eine geschlossene Eisdecke bis zu einem Meter Dicke gebrochen werden.

Seit 1982 ist die STETTIN als technisches Kulturdenkmal anerkannt. Sie wird im Sommer für Gästefahrten unter Dampf gehalten und dient in der übrigen Zeit als liegendes Museumsschiff, vornehmlich im Hamburger Museumshafen Oevelgönne.

Weiter Informationen finden Sie hier www.dampf-eisbrecher-stettin.de

Dampfboote HEIHOO und FRØYA

Die beiden lütten Boote haben viel Charakter. Ihre kleinen Maschinen treiben mit nur wenigen PS die Schiffchen flott über’s Wasser. Mit ihnen zu fahren ist ein großer Spaß und zeigt die Dampftechnik ganz unmittelbar.